Michael Jobst | Was die Presse meint

Liebe(r) Besucher(in),

auf dieser Seite finden Sie Presseartikel, die sich um mein "Werk" drehen. Sie handeln von anderen Künstlern und mir, mit denen ich zusammen ausgestellt habe.

Dies ist nicht weiter verwunderlich, zumal gerade ich den Kontakt zu anderen Künstlern suche und mich umso mehr freue, artverwandte Seelen zu finden, um mit ihnen quasi Synergien herzustellen.

Also dann, in medias res...

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Wümme-Zeitung

Kunstwerke als tägliche Begleiter
Ausgefallener Schmuck, Aquarelle und Seidentücher mit edlem Touch in der Galerie Daniela

Worpswede (rd). In harmonisch abgestimmter Zusammenstellung sind in der Ga¬lerie "Daniela " in der Alten Molkerei in Worpswede zur Zeit Kostbarkeiten "en miniature" in Form von Schmuck, Objekten und kleinen Aquarellen des Porzellan-Designers Helmut Michael Jobst aus München zusammen mit Malerei auf Seide von Brigitte Ehlich aus Neustadt zu bewundern. Bei ihr stehen die Wahl strenger geometrischer Motive und die exakte und konsequente Aufteilung der Rächen in reizvollem Gegensatz zu der Zartheit des Materials. Als dritte im Bunde ist die Malerin und Grafikerin Christa Haese aus Schwanewede mit floraler Malerei auf Seide vertreten.

Helmut Michael Jobsts Porzellanschmuck und -objekten liegt die Idee zugrunde, daß man seine Miniaturkunstwerke als Bild stets bei sich tragen kann. Den Bildträger wählt er, je nach Motiv, als vorgefertigten Button oder stellt ihn aus Porzellan selbst her, wenn die äußere Form eigenwilligen Charakter haben soll. Der grafischen Ausarbeitung nach einem sorgfältig vorgefertigten Entwurf gilt seine besondere Aufmerksamkeit. An sich streng wirkende geometrische Darstellungen paßt er der äußeren Form des Objektträgers an, so daß eine Kogge durchaus, wie durch eine optische Linse gesehen, auf einem runden Bildträger Platz findet. Das bewirkt, dass die Strenge der geometrischen Formen aufgelöst und in weiche, fließende Unien verwandelt wird. Zuweilen finden die geometrischen Darstellungen eine naturalistische Ergänzung nach Jugendstilart, indem er ihnen Insekten mit anmutig aufgerollten Fühlern, oder ein niedliches Seepferdchen zuordnet.

Aufwendig ist die Herstellung der kleinen Kunstwerke, denn fünf bis sechs Arbeitsgänge sind nötig, um die Farben, die in Form von Metalloxyden auf den Porzellanträger aufgemalt und eingebrannt werden, voll zur Geltung zu bringen. Gold als Farbe fasziniert den Künstler. Sie kommt in fast allen seinen Arbeiten vor, entweder als Hintergrund oder als akzentuierende Unie. Besonderen Charakter verleiht er seinen Unikaten, indem er sie unter Verwendung von Gold, Silber oder Platin als Brosche faßt, zuweilen einen farblich passenden Edelstein hinzufügt, oder einen Ebenholzspan. Seine Schmuckstücke scheinen sich farblich dem Untergrund anzupassen und sind sowohl zu sportlicher als auch zu eleganter Kleidung zu tragen. Damit kommt, er quasi der Intention der Galeristin Daniela Röring entgegen, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Kunst als steten Begleiter durch den Alltag zu präsentieren.

Aber auch als Bilder weiß er seine Objekte richtig in Szene zu setzen, indem er sie in speziell auf die äußere Form zugeschnittenen farbigen Passepartouts mit andersfarbigen Bildausschnitt in edlem Mattgoldrahmen als Kostbarkeit präsentiert. Die zusätzlich ausgestellten Aquarelle des Künstlers wirken wie die Entwürfe zu seinen Porzellanobjekten. Obwohl er sich auf geometrische Motive beschränkt, wirken seine wie kleine Maschinen aus dem elementären Physikunterricht anmutenden Darstellungen verspielt.

Seidenmalerei zu machen ist zur Zeit bekanntlich .in". Was an Tüchern von Brigitte Ehlich, Absolventin eines Studiums für Kunst und Gestaltung an der TH Aachen, ausgestellt ist, entspricht eher den gehobenen Ansprüchen. Bei den hochwertigen Tüchern aus schwerer Seide ist nichts dem Zufall überlassen, die geometrischen Muster sind nach Gesetzmäßigkeiten bis ins kleinste Detail in der Aufteilung der Räche geplant.

In reizvollem Gegensatz zu den eher konstruiert wirkenden Mustern von Brigitte Ehlieh stehen die Seidentücher der Schwanewederin Christa Haese. Sie benutzt für ihre Blumenmotive Farben, die eigentlich bei Blumen in der Natur nicht vorkommen. Auch die Zusammemstellungen in zarten Pastelltönen von Orange über Gelb, Violett oder Maigrün in auf wenige Töne beschränkter Auswahl faszinieren.

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Rundschau Scheeßel

Florales und Zersplittertes

Scheeßel. Noch bis einschließlich 9. Juni sind im Kunstgewerbehaus auf dem Meyerhof in einer Gemeinschafts-Ausstellung außer Patchwork undd Keramik auch Porzellanschmuck und Aquarelle des Münchner Künstlers Michael Jobst zu sehen.

Schmuck, Serviettenringe, Salzstreuer, Fingerhüte und Flacons zeigen dezente Farbabstufungen. Manches erinnert an Kaleidoskop-Bilder, an Pflanzliches, Florales, auch Zersplitterndes, Zerbrochenes oder Verschweißtes, stets kostbar vergoldet. Die Aquarelle, zum Teil mit der Zeichenfeder vertieft, zeigen Geschichten in Bewegung, die auf den Betrachter überspringt.

Eine VerbindWlg zu Kandinsky, zum Teil auch zu Klee, ist spürbar. Jobst versucht wie sie, seine eigene Formensprache symbolisch anzuwenden. Besonders wirksam wird die Präsentation durch die besondere Art der Rahmen.

Das gilt auch für die Aquarelle: Fein farbig abgestinunt wird der Betrachter auf das Bildinnere hingeführt, die abgestufte Farbgebung der Passepartouts gibt mehr Tiefe oder Helligkeit. Was sich an graziler, phantastischer Welt dort auftut, wird durch die mehrfache Rahmung faszinierender.

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Rundschau Worpswede

Die Welt der schönen Dinge
Malerin und Schmuckdesigner stellen gemeinsam aus

Worpswede (ek). Schönen Dingen war die Ausstellung der beiden Künstler in der Galerie im Blauen Haus in Worpswede gewidmet - die ruhigen, froh optimistischen Blumen-Gemälde der Heide Hanxleden und Porzellan und Schmuck des Helmut Michael Jobst.

Nur widerwillig hätte sie 1978 mit der Ölmalerei begonnen. "Das habe ich gleich mit röhrenden Hirschen verbunden", erinnerte sich Heide Hanxleden. Doch schnell entdeckte sie die Möglichkeit, mit Öl beinahe zeichnen zu können. Und dies entsprach ihrer naturalistischen Leidenschaft.

Filigrane Pinselstriehe lassen ihre Bilder schon in Richtung Fotorealismus rücken. "Dagegen würde ich mich nicht wehren." So kann die Künstlerin gerade die kleinen Dinge wiedergeben, die sie in der Natur so faszinieren.

"Die Welt ist voll von kleinen Dingen", sagte Sybille Suhling, die die Galeriearbeit ihrer verstorbenen Mutter Daniela Flöring-Spangehl mit dieser Ausstellung weiterführen will. 1992 stellte ihre Galerie in der alten Molkerei das erste Mal Hanxleden-Bilder aus. Die Blumen und Landschaften der Malerin, die nun in der Galerie im Blauen Haus ausgestellt' sind, sind die Werke der letzten fünf Jahre und streicheln, wie 1992, nach wie vor die Seelen.

Mehr als Bilder betrachtet sehen will der Münchner Designer Helmut Michael Jobst seinen Schmuck. Ein Leichtes, sieht man die ,filigranen, zufällig anmutenden Muster auf seinen Porzellanbroschen oder -plättchen. Diese Porzellanplättchen bergen ein besonderes System, das Jobst sich hat patentieren lassen: Eine Spange, in die das Plättchen geschoben wird, lässt das Tragen als Ring, Brosche oder Kettenanhänger zu. Nach sorgfältigem Entwurf werden die Muster mit Metalloxyden aufgetragen und eingebrannt. Eine aufwändige Herstellung der kleinen Kunstwerke, die Jobst auch auf Seminaren weitervermittelt. Ebenso entstehen die Blumenmuster auf den Porzellanvasen, und die Mokkatässchen, von Künstlerhand verziert, sind begehrte Sarnmlerobjekte.

Ungewöhnlich wird der Schmuck des Designers durch den Einsatz verschiedener Materialien. Schwarze Ebenholz-Splitter verarbeitet er zu Ringen oder Anhängern, an denen Edelsteine oder Edelmetalle beinahe unwirkliche Geltung erfahren. Ein Bernstein in Ebenholz gefasst oder Korallen in einen Ebenholzring gearbeitet sind Schmuckstücke, die eine gefährliche Faszination ausüben.

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